Automobilbranche Deutschland

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Automobilbranche Deutschland

Die Zukunftsaussichten der Deutschen Automobilbranche

Die Deutsche Automobilbranche kann auf ein insgesamt erfolgreiches Geschäftsjahr 2014 zurückblicken. Trotz der schwierigen politischen und wirtschaftlichen Situation wurde der Umsatz auf über 368 Milliarden Euro gesteigert, womit ein neues Rekordniveau erreicht wurde. Deutschland ist für seine qualitativ hochwertigen Automobile bekannt. Im Ausland erfreuen sich Marken wie Mercedes, BMW, Daimler, Volkswagen und Audi einer immerwährenden Beliebtheit. Staaten wie China, Russland, Indien und Brasilien setzen auf deutsche Automobile und kurbeln den Umsatz durch ihr starkes Wirtschaftswachstum permanent an.

Versuche, die Qualität der deutschen Autobauer zu imitieren, scheiterten in den vergangenen Jahren. Die Deutsche Automobilbranche ist nach wie vor weltweiter Innovationsführer und wird dies auch zukünftig bleiben. In den vergangenen Monaten stürzten die Aktienkurse der deutschen Automobilkonzerne nach unten. Dies war nicht zuletzt den Abgasskandalen und den vorsätzlich manipulierten Eigenschaften der Automobile geschuldet, was zu einem erheblichen Imageverlust führte. Im Allgemeinen kann jedoch davon ausgegangen werden, dass die Kurse übertrieben nach unten korrigiert wurden und alsbald wieder ansteigen werden. Automobilzulieferer wie Leoni, Eberspächer, ZF-Lenksysteme und Schäffler konnten in den vergangen Jahren Rekordabsätze verbuchen und blicken optimistisch in die Zukunft.

Die Bedeutung des Exportes

Die Automobilindustrie in Deutschland kann sich freuen. Der Umsatz von 368 Milliarden Euro im Jahr 2014 hat ein neues Rekordniveau erreicht. Mit 237 Milliarden Euro Umsatz stammen ca. zwei Drittel des Umsatzes aus dem Export. Dies zeigt, dass der Export nach wie vor das wichtigste Standbein der Automobilindustrie darstellt. Eine Qualität „Made in Germany“ ist nach wie vor gefragt. Die Zulieferer der Automobilindustrie konnten ihren Umsatz um fünf Prozent steigern, wodurch ein Gesamtumsatz von 74Milliarden Euro erzielt wurde. Trotz der Skandale um manipulierte Abgaswerte kann sich die deutsche Automobilbranche auf ein erfolgreiches Jahr 2015 und 2016 freuen. Als forschungsstärkste deutsche Branche wurden im Jahr 2014 Forschungsaufwendungen von über 18 Milliarden Euro investiert. Die Kosten für Forschung und Entwicklung wurden im letzten Jahr um sechs Prozent gesteigert, wodurch sie auf 31 Prozent der gesamtwirtschaftlichen Ausgaben anstiegen. Die wesentlichen Innovationsbereiche konzentrierten sich auf die Reduzierung von CO2-Emissionen, die Effizienzsteigerung von Verbrennungsmotoren sowie die Optimierung von Herstellungsprozessen. Andere Forschungsgebiete waren alternative Antriebe, Erhöhung der Fahrzeugsicherheit, Ausbau der elektrischen Mobilität, die Vernetzung von Fahrzeugen sowie die Entwicklung von Assistenzsystemen und Software im Bereich des automatisierten Fahrens. Mit dieser gebündelten Kompetenz im Bereich der Forschung ist die Deutsche Automobilindustrie auch zukünftig hervorragend aufgestellt.

Innovationsmotor Automobilindustrie

In Deutschland forschen mehr als 93.000 Beschäftigte an Innovationen im Bereich von Automobilen. Innerhalb der Automobilindustrie ist fast jede achte Person im Bereich der Forschung tätig. Durch diese Tatsachen unterstützt die Automobilindustrie den Standort Deutschland als Technologieführer. Die Forschung bildet die Grundlage für den Erfolg der Deutschen Automobilindustrie und der internationalen Wettbewerbsfähigkeit. Aufgrund der fortschreitenden Internationalisierung baut die Automobilbranche verstärkt Forschungseinrichtungen im Ausland auf. Der absolute Großteil der Forschungseinrichtungen (56 Prozent) wird nach wie vor im Inland erbracht. Ganz im Gegenteil zu den Produktionsstandorten, was auf die enorme Wichtigkeit Deutschlands als Forschungs- und Technologiestandort hinweist. Ein entscheidender Fakt ist, dass die exzellente Forschungsinfrastruktur in Deutschland Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Automobilkonzerne miteinander verknüpft. Die Exzellenz der deutschen Forschung kann außerhalb Deutschlands kaum nachgeahmt werden, weshalb es beinahe unmöglich ist diese zu „outsourcen“. Die EU-Kommission veröffentliche neue Berichte, wonach 34 Prozent der weltweiten Forschungsausgaben der Automobilbranche in Deutschland erfolgen. Deutschland nimmt auf der internationalen Bühne somit den ersten Platz ein und wird diesen auch in Zukunft halten können. Die derzeit nach unten übertriebenen Aktienkurse werden diesen Siegeszug Deutschlands wohl kaum aufhalten können.

Der Beschäftigungsmarkt der Deutschen Automobilbranche

Im Jahr 2014 konnte die Deutsche Automobilindustrie wieder einmal unter Beweis stellen, dass sie zu den wichtigsten Arbeitgebern des Standortes gehört. Die Belegschaft der Betriebe wurde wieder einmal ausgebaut: Im Jahr 2014 betrug der Zuwachs drei Prozent, wodurch die beschäftigte Belegschaft auf 785.000 Personen anstieg. Das Wachstum fand bei sämtlichen Marken wie BMW, Audi, Mercedes und Volkswagen statt. Die gute Performance der Deutschen Automobilindustrie – insbesondere gegenüber China – trug zu der positiven Entwicklung in puncto Beschäftigungsentwicklung bei. Die Internationalisierung der Automobile und die neu integrierten Forschungsergebnisse haben die Automobilindustrie für die Zukunft fit gemacht. Trotz aktueller (aufgepusteter) Skandale ist die Automobilbranche auch zukünftig hervorragend aufgestellt – wenn die Politik nicht versagt!

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